Traumhaftes Slowenien 2005

erstellt von: Werner, letzte Änderung: Do 22. Feb, 2007 (21:20 UTC) von xing
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Die Flugwoche nach Slowenien war ein Highlight in diesem an Streckenflügen so kümmerlichen Jahr. Schon nach vier Tagen unaufhörlichen Kurbelns trat unter den Cracks die totale Flugerschöpfung ein. Also suchten wir andere Herausforderungen - wie man an dem kleinen Filmchen ersehen kann. Unser sonst so besonnene Milius hat vor lauter Luftsprüngen fast eine Brücke zum Einsturz gebracht ...


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Nach langer, aber kurzweiliger Autofahrt kamen wir in Slowenien an. Süchtig nach dem Fliegen, legten wir noch am selben Abend die Schirme auf dem "Mangart" aus, drehten unsere Kreise in butterweicher Abendthermik, genossen den Anblick der Julischen Alpen und den Blick auf das flaschengrüne Wasser der Flüsse. Auf diesem Bild testet unser Franz gerade seinen neuen Form III. Er war überglücklich mit diesem Vogel.


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Als wir unsere Freunde so traumhaft schön fliegen sahen, lief mir - und noch mehr Andrea - das Wasser im Mund zusammen. Es gibt ja nichts Schlimmeres für einen Piloten, als wenn er am Startplatz steht und seinen Kollegen beim Fliegen zusehen muß. Aber jemand mußte nunmal das Auto zum Landeplatz runterfahren. Auf diesem Bild kann man deutlich erkennen, wie Andrea Tiefenthaler schier vor Neid zur Salzsäule erstarrt.


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Die ganze Woche über war es sehr heiß, sodaß wir alle ziemlich ins Schwitzen kamen. Selbst am "Hohen Stol", dem Hausberg dieser Gegend (nächstes Bild), war kaum Abkühlung zu finden. Erst während des Fluges wurden die Temperaturen dann erträglicher.


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Nur einem wurde es nie zu heiß, und das war unser Hugo Tiefenthaler. Selbst noch bei größter Affenhitze trug er seine dickwolligen, roten Socken, die Gesichtsmaske, lange Angora-Unterhosen, Heizhandschuhe und Thermoschuhe.


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Hier befinden wir uns vor der Auffahrt zum "Stol". Man beachte die lustlose Körperhaltung aller Piloten, denn was sie täglich erwartete, war eine endlos lange Auffahrt, bei welcher ihnen noch das letzte Quäntchen Hirn durchgeschüttelt und -gerüttelt wurde.


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Nachdem die sogenannte "Stolziege" von allen die Start- und Landegebühren einkassiert hatte - man beachte den dicken Geldbeutel zwischen ihren Hinterläufen -, bot sie auch noch an, uns via Funk die besten Routen für den Streckenflug zu übermitteln - gegen ein kleines, weiteres Entgelt versteht sich. Fremde Länder, fremde Sitten, denkt sich Franz und reicht der "Stolziege" verblüfft das Funkgerät. Ich gestehe es offen: Noch nie bin ich so entspannt in meinem Leben geflogen. Weite Natur um mich herum und im Hintergrund das leise Gemecker der Stolziege aus dem Funkgerät.


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Wer nicht flüssig war, mußte der Stolziege ein Pfand hinterlassen. Da kannte sie kein Bitten und Betteln. Hier sehen wir, wie Christoph Battisti um seine Sonnebrille kommt. Er versucht noch ein wenig zu lächeln und gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Doch als er sah, daß es die Ziege ernst meint, war dem Christoph zum Heulen zumute.


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Mit Hilfe der Stolziege gelang Hugo, Helle Franz, Thomas, Andrea und mir ein rund fünfeinhalb-stündiger Streckenflug von rund 80 km, und zwar vom Stol (ca. Bildmitte) nach links bis Gemona (Italien) und retour (Bild rechts) bis nach Kobala.


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Cornelia Matt - man beachte ihren unverwechselbaren Flugstil - begleitete uns dann vom Stol bis nach Kobala.


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Am Stol schwirrte auch Elmar Drexel mit seinem Taifun herum. Auch hier beachte man einen weiteren, durchaus denkwürdigen Flugstil.


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Wenn man weiß, daß am Landeplatz eine Temperatur von 40 Grad herrscht, ist es vielleicht doch ratsamer, gleich in der Nähe der "Soca" zu landen, um sich genüßlich abkühlen zu können.


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Hier spiralt unsere Andrea Tiefenthaler ganz elegant vor dem krn ab.


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Dieses Bild hat mir besonders gut getan, nachdem ich drei Tage mit dem "Amis"- Schirm von Andrea fliegen musste und sich in meiner brille die sogenannten Sternsinger Franz und Hugo eingebrannt hatten. Nun bin ich endlich mal oben!


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Einen Tag nach unserem 80 km-Flug konnten wir fast alle gemeinsam vom Stol nach Tolmin (Startplatz Kobala - Toplanding) und retour zum Stol (Kobarid-Landeplatz) fliegen - ca. 40 km. Gruppenbild am Startplatz Kobala, kurz bevor wir den Rückflug angetreten haben. Ich versuche hier verzweifelt, die "Stolziege" telefonisch zu erreichen, da der Funkkontakt zu ihr abgebrochen ist.


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Für Thomas Gröfler, unser Champ, war das Fliegen auch ohne Funkunterstützung durch die "Stolziege" eine Kleinigkeit.


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Anflug auf den Landepaltz Kobarid. Das Foto habe ich natürlich nur reingestellt, um euch meine coolen Turnschuhe zu zeigen.


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Tolle Leistung für unsern Mathias Amann (Rekordflug).


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Hier sieht man, wie erschöpft unsere Streckenflieger sind. Helle, im Bildhintergrund, hat überhaupt mit dem Leben abgeschlossen, Andrea (stehend) denkt sich: Ohne die Stolziege, wäre ich nur einen Stuß zusammengeflogen, und vorne rechts, am Bildrand, faltet ein erschöpfter Pilot seine Hände zum Gebet, weil er dauernd so furchtbare Klapper kassiert hat.